Cholesterinspiegel

Definition

Als Cholesterinspiegel wird die Gesamtmenge an Cholesterin im Blut eines Menschen definiert. Beschrieben wird ein festgestellter Cholesterinspiegel als Cholesterinwert. Der Cholesterinspiegel eines Menschen kann derzeit durch zwei verschiedene Maßeinheiten wiedergegeben werden: Die Einheit 'mg/dl' beschreibt dabei Milligramm pro Deziliter, während die jüngere Bezeichnung 'mmol/l' Millimol pro Liter angibt.

Verfahren zum Bestimmen des Cholesterinspiegels

Bestimmen lässt sich der Cholesterinspiegel anhand einer Blutprobe bei dem entsprechenden Menschen - in der Regel wird vorgegeben, 12 bis 14 Stunden vor einer solchen Blutabnahme keine Nahrungsmittel oder Getränke wie Kaffee oder Milch zu sich zu nehmen. Auch starkes Rauchen und starke körperliche Anstrengung in den Stunden vor der Blutabnahme kann die Resultate verfälschen.

Alternative: Cholesterin-Check für Zuhause

Anhand des Cholesterinspiegels lassen sich in der Regel verschiedene Cholesterinwerte erkennen - so gibt er neben der Angabe eines Gesamt-Cholesterin-Wertes auch Informationen über die Werte der Cholesterinformen LDL-Cholesterin (auch als 'schlechtes Cholesterin' bezeichnet) und HDL-Cholesterin (oder auch das 'gute Cholesterin'). Bei diesen beiden Cholesterinformen handelt es sich um sogenannte Lipoproteine - also Verbindungen aus Fetten (Lipiden) und Eiweißen (Proteinen). Da Cholesterin an sich ein Fett (Lipid) ist und damit nicht in Blut löslich, bedarf es zum Transport in bestimmte Körperregionen der Verbindung mit Proteinen - und solche Verbindungen sind das HDL- und das LDL-Cholesterin. Während das LDL-Cholesterin für den Transport von Cholesterin in die Zellen sorgt, das dort verarbeitet wird, transportiert das HDL-Cholesterin überschüssiges Cholesterin aus den Zellen heraus - beispielsweise hin zur Galle, wo das Cholesterin dann abgebaut wird.

Bei der Betrachtung und Bewertung eines Cholesterinspiegels ist es nun wichtig, auch die jeweiligen Unterwerte von LDL- und HDL-Cholesterin zu betrachten, denn nur die LDL-Cholesterin-Werte stellen ein Gesundheitsrisiko dar: Auf der Grundlage des Cholesterinspiegels festgestellte erhöhte LDL-Cholesterinwerte erhöhen das Risiko der Erkrankung an Arteriosklerose (auch bekannt als Arterienverkalkung) und in der Folge an möglichen koronaren Herzerkrankungen wie Herzinfarkten, da das Blut aufgrund von Ablagerungen in den Arterien nicht mehr ungehindert fließen kann. Diesen Zustand bezeichnet man als Hypercholesterinämie.

Um also Klarheit zu erzielen, ob bei einem Menschen gegen erhöhte Cholesterinwerte angegangen werden muss, ist ein so beschriebener differenzierter Blick auf die Cholesterinwerte des Cholesterinspiegels notwendig. Mögliche Maßnahmen, die im Bedarfsfall dann gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel unternommen werden können, sind regelmäßiges Ausdauertraining, Ernährung oder im Bedarfsfall eine Medikation.

Zwar existieren verschiedene Norm- und Grenzwerte für die verschiedenen Cholesterinwerte, diese müssen aber immer individuell betrachtet werden vor dem Hintergrund weiterer Erkrankungen, Alter, Geschlecht und anderen Variablen.