LDL Cholesterin

Ebenso wie beim HDL Cholesterin handelt es sich auch beim LDL Cholesterin (Low Density Lipoprotein-Cholesterin) um ein Lipoprotein - also um eine Verbindung aus Fetten (Lipiden) und Eiweißen (Proteinen).

Das LDL Cholesterin übernimmt dabei die Aufgabe, Cholesterin in die Körperzellen zu transportieren und gilt als eines der wichtigsten Transportwege für Cholesterin.

Gefahren des LDL Cholesterins

Der Spiegel des LDL Cholesterin im Körper steht in direktem Zusammenhang mit dem Risiko, eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln. Auch zählt die Höhe des LDL Cholesterins zu den größten Risikofaktoren für die Erkrankung an Arteriosklerose (Fette und Bindegewebe lagert sich in den Arterien ab und behindert so den gesunden Blutfluss).

Der LDL Cholesterin-Spiegel lässt sich ebenso wie der Gesamtcholesterin-Spiegel und der Spiegel des sogenannten 'guten Cholesterins', dem HDL Cholesterin, aufgrund des Blutplasmas bzw. des -serums bestimmen. Einige Stunden vor einer Blutentnahme sollte ein Betroffener starke körperliche Betätigung vermeiden, da diese zu einer Verfälschung der Werte führen können. Anders als die Werte von Gesamtcholesterin und LDL Cholesterin sind die des LDL Cholesterins wenig nahrungsabhängig - das bedeutet, dass im Ausnahmefall auch eine Blutentnahme bei einem nicht nüchternen (nüchtern bedeutet hier, dass zum Zeitpunkt der Blutentnahme die zuletzt erfolgte Nahrungsaufnahme circa 14 Stunden zurückliegen sollte - auch gilt dies beispielsweise für Kaffee und Milch) Patienten möglich wäre.

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In der Medizin lässt sich das Risiko für eine koronare Herzerkrankung im Groben formelhaft bestimmen: Man geht davon aus, dass sich das Risiko durch den Quotienten aus LDL Cholesterin und HDL Cholesterin - teilt man also den Wert des LDL Cholesterins durch den Wert des HDL Cholesterins, so ergibt sich daraus das mathematische Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung. Natürlich muss ein solcher Marker immer vor dem Hintergrund vieler weiterer individueller Faktoren gewertet werden, wie beispielsweise Vorerkrankungen, Alter, körperliche Konstitution, Gewicht etc.

Als normal ausgeprägter LDL-Cholesterinspiegel wird in der Medizin ein Wert von zwischen 100 und 130 mg/dl definiert. Neuere Maßeinheiten werden kodiert in mmol/l; entsprechen würde dies einem Wert von 2,6 - 3,4 mmol/l.

Als 'grenzwertig hoch' gelten Werte zwischen 130 und 160 mg/dl // 3,4 - 4,1 mmol/l. Hohe Werte liegen zwischen 160-190 mg/dl (4,1-4,9 mmol/l), während man bei einer Ausprägung von mehr als 190 mg/dl (4,9 mmol/l) von einem sehr hohen LDL-Cholesterinspiegel spricht.

Erhöhte LDL-Werte lassen sich beispielsweise feststellen beim Vorliegen einer Hypercholesterinämie (das Vorliegen erhöhter Werte des Gesamtcholesterinspiegels), können aber beispielsweise auch auftreten gegen Ende einer Schwangerschaft.